Paula

156105142


Nachruf, der Pflegestelle, die Paula mehr als nur ein schönes Zuhause schenkten:


Im November 2010 lernte ich Paula im Tierheim Minden kennen.

Sofort war klar ich muss ihr helfen, mein Pflegeplatz war frei geworden und sie hatte es nötig da raus zu kommen.

Eine urininkontinente Hündin ins Haus holen, aber wie? Es wurde überlegt ob das machbar ist. Familienrat!

Doch das Tierheim wollte sie erst nicht auf meine private Pflegestelle geben. Sie wurde dann kurz bei einer Tierheimmitarbeiterin untergebracht.

Das ging leider nicht gut und es gab eine Beißerei. Paula war recht dominant, wenn sie zu entscheiden hatte;-)

Das Tierheim kam auf mein Angebot zurück.

Am 04. Dezember 2010 wurde Paula von einer Tierheimmitarbeiterin her gebracht.

Wir wollten ihr hier in Stemwede noch eine schöne Zeit bescheren.

 

Sie lebte hier friedlich mit unserem Doggenrüden Maximus und den Katzen zusammen im Haus.

Auch Besucherhunde wurden geduldet, nur nicht am Futternapf.

Sie trug  ohne Probleme Windeln im Haus. Nie zickte sie beim Anlegen und riss die Windeln auch nie ab.

Da sie die Beine schlecht heben konnte und Einmalwindeln Unmengen an Müll ergaben mussten waschbare her.

Beim Tierarzt lies sie immer alles über sich ergehen.

Eine Pyometra konnten wir zum Glück früh genug entdecken. Die OP war für Paula kein Problem.

Gern machte sie ausgiebige Spaziergänge.

Das Wichtigste war aber, das sie immer und überall mit hin genommen wird.

Ins Auto konnte sie über eine Hunderampe einsteigen. Da sie unerschrocken alles machte was sie sollte,

war hier nur einmal üben angesagt und schon spazierte sie die Rampe rauf und runter.

Menschen besuchen in ihren Häusern war weniger möglich.

Hier sind wir dann auch an Grenzen gestoßen.

Nichte viele Menschen mögen Hunde in Windeln in ihrer Nähe. Und es stellte sich raus das Paula auch ihren Kot nicht halten konnte.

Ich gebe zu das der Duft eines Doggenhaufens nicht wirklich einladend wirkt.

Nach einigem Futterprobieren wurde sie gebarft. Das sorgte für meistens feste Haufen.

Somit hatten wir weniger Sozialkontakte innerhäuslich;-) Und eine Menge Hundehaufen in der Windel.

 

Paula war mit allem und jedem verträglich, doch für sie waren nur ihre Menschen wichtig.

Die ersten Monate hier möchte sie nie ohne Mensch sein.

Musste sie mal mit unserem Rüden allein bleiben, sah man ihre Traurigkeit sofort.

Doch auch allein war sie immer friedlich und allerliebst.

Kuscheln, kuscheln und noch mehr kuscheln.

Das war Paula.

 

Der Juli 2012 kam und Paula konnte nicht mehr allein aufstehen.

Das Säubern ihres Hinterteils war nicht mehr allein zu schaffen. Wir haben sie dann noch in unserem Urlaub drei Wochen mit Hebehilfe

zu zweit versorgt und Abschied genommen. Dann wurde die Tierärztin gerufen um Paula zu erlösen.

Am 04. Juli 2012 ist sie gestorben.

Sie wurde 8 Jahre alt.

 

Ich möchte allen Leuten Danke sagen die uns in der Zeit mit Paulinchen begleitet haben.

Auch dem Tierheim Minden sage ich Danke für das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Und ja, trotz der ganzen Arbeit die Paula uns gemacht hat,

ich bin froh, dass ich sie kennenlernen durfte. Sie war eine tolle Hündin.

Und ihre ehemaligen Vorbesitzer kommen hoffentlich auch mal in ein kaltes, viel zu kleines Heim und liegen dort in ihrem Kot und Urin.

 

Traurige Grüße aus Stemwede

Elke Kleikamp und Familie

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Familie Kleikamp !