Bosco

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Hallo liebe Frau Zobel,

nachdem ich nun doch schon ein paar Tage bei meiner neuen Familie bin, wollte ich mich mal melden. In der Zwischenzeit habe ich schon eine Menge anderer Leute aus der Familie und auch die Nachbarn (mit einem süßen kleinen Dackelmädchen) kennengelernt. Sie fanden mich alle toll, auch die Dackeline „Franzi“. Sie hat mit mir ganz toll gespielt, aber sie ist erst drei Monate alt.

Ich kann schon sagen, dass ich mich gut eingelebt habe. Ich war mit meiner Familie im Campingurlaub und hatte viel Spaß dabei im Herbstwald durch das Laub zu toben. Am liebsten spiele ich mit meinen Kauknochen, die ich gerne in die Luft werfe und dann wieder suche. Das Bällchenspielen und apportieren kann ich noch nicht so gut, aber ich werde das bestimmt noch lernen, da meine Familie immer wieder mit mir übt.

Besonders gerne mache ich Männchen, sitze dabei mit hoch erhobenen Pfötchen ganz gerade aufrecht und stelle mich dann mit Schwung aufrecht auf zwei Beine. Ich laufe oft auf leisen Sohlen wie eine Katze und trabe gern wie ein Pferdchen. Meine Leute sagen, dass ich wohl aus einem Zirkus stamme, denn Pferdegewieher interessiert mich auch noch besonders, da werde ich sogar vor dem Fernseher sehr aufmerksam.

Meistens stibitze ich nun auch kein Essen mehr, denn mein Napf wird immer gut gefüllt. Auch Leckerchen bekomme ich, damit wollen sie mich überreden, dass ich mich auf das komische Wort „PLATZ“ hinlege. Ich tue aber immer so, als ob ich das nicht verstehe und bleibe lieber sitzen und dann laufe ich sofort wieder meinen Leuten hinterher.

Meine große Leidenschaft ist nun das Autofahren, am Anfang fand ich das ein bisschen komisch, in einen Käfig zu steigen. Aber nun ist das ganz toll, ich bin immer der Erste, der im Auto sitzt.

Ich bin auch immer ganz brav, wenn ich allein zu Hause bin. Dann mache ich ein Schläfchen und passe trotzdem gut auf’s Haus auf. Mein Lieblingsplatz ist dann an der Haustür.  Wenn die Menschenbande dann wieder nach Hause kommt, bin ich so total begeistert, dass ich immer Pipi mache. Passiert auch dann, wenn sie mal ein bisschen strenger mit mir sind. Sie sagen aber, dass wäre nicht so schlimm, denn die haben schließlich Fliesen auf dem Boden und wischen das dann wieder weg. Ich versuche mir das Pipimachen aber in der Wohnung abzugewöhnen, es wird schon immer ein bisschen besser.

Im Übrigen heiße ich nun „Nero“. Auf Bosco habe ich nicht so richtig gehört, meine Leute konnten den Namen auch nicht so flott rufen.  Da haben sie mir ein paar andere Namen vorgeschlagen und „Nero“ fand ich gut. Darauf habe ich sofort gehört und dann ist es dabei geblieben.

Es grüßt herzlich

Nero  (vormals Bosco)   und seine Familie

November 2011